Energiewende mit regionaler Wertschöpfung verbinden
Enovos informiert über moderne Windenergietechnik, Projektentwicklung und Beteiligungsmöglichkeiten für Kommunen und Bürger
Wie entstehen aus geeigneten Flächen leistungsfähige Windenergieprojekte – und wie kann die Region davon profitieren? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Besuchs des saarländischen Ministers für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie, Jürgen Barke, am 7. Oktober im neu errichteten Windpark Saarwellingen. Gemeinsam mit Marc André, Geschäftsführer der Encevo Deutschland GmbH und verantwortlich für die Enovos-Aktivitäten in Deutschland, sowie Projektverantwortlichen von Enovos besichtigte der Minister die Anlagen.
Der Windpark verfügt über eine installierte Gesamtleistung von 17,1 Megawatt. Seine voraussichtliche jährliche Stromerzeugung von rund 28.500 Megawattstunden entspricht dem durchschnittlichen Jahresbedarf von etwa 9.000 Haushalten. Damit trägt das Projekt zum Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung im Saarland bei.
Von der Flächenauswahl bis zum Betrieb
Vor Ort erläuterten die Enovos-Experten die technischen Eigenschaften der Anlagen und die einzelnen Schritte der Projektentwicklung. Die drei Windenergieanlagen des Typs Nordex N163/5,7 haben jeweils eine Leistung von 5,7 Megawatt. Mit einer Nabenhöhe von 164 Metern und einem Rotordurchmesser von 163 Metern erreichen sie eine Gesamthöhe von 245,5 Metern.
Neben der Technik ging es insbesondere um die Auswahl geeigneter Standorte und die Anforderungen an Planung und Genehmigung. Am Beispiel Saarwellingen zeigte Enovos, wie Windverhältnisse, kommunale Flächenplanung, Abstände zur Bebauung sowie Natur- und Immissionsschutz bei der Entwicklung eines Windparks zusammengeführt werden. Von den ersten Planungen bis zur vollständigen Fertigstellung der drei Anlagen vergingen rund sieben Jahre.
„Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist entscheidend für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandortes. Der Windpark Saarwellingen zeigt, wie diese Transformation vor Ort Gestalt annimmt. Wichtig ist, dass wir geeignete Flächen nutzen, Genehmigungsverfahren beschleunigen und die Menschen frühzeitig einzubeziehen. Gleichzeitig sollen auch die Kommunen und die Bürgerinnen und Bürger wirtschaftlich davon profitieren. Denn die Energiewende schafft nicht nur sauberen Strom, sondern auch neue Wertschöpfung direkt vor Ort“, erklärt Minister Jürgen Barke.
Kommunale Einnahmen und Bürgerbeteiligung im Fokus
Ein weiterer Schwerpunkt des Austauschs war die Frage, wie Windenergieprojekte einen wirtschaftlichen Nutzen für ihre Standortregion schaffen können. Besprochen wurden Möglichkeiten der Beteiligung von Bürgern sowie die Bedeutung zusätzlicher kommunaler Einnahmen.
Eng damit verbunden ist eine transparente Kommunikation während der gesamten Projektentwicklung. In Saarwellingen begleitete Enovos das Vorhaben unter anderem mit zwei Informationsveranstaltungen, einem digitalen Bautagebuch und Informationstafeln vor Ort. Besuche ermöglichten zudem Mitgliedern des Gemeinderates, Grundschulen und Studierenden Einblicke in das Projekt.
„Ein Windpark entsteht durch das Zusammenspiel von technischer Kompetenz, sorgfältiger Planung und verlässlicher Zusammenarbeit mit Kommunen, Behörden und Partnern. Ebenso wichtig ist es, Fragen der Menschen vor Ort aufzugreifen und Beteiligungsmöglichkeiten zu schaffen. Unser Anspruch ist, erneuerbare Energie aus der Region zu erzeugen und damit zugleich einen langfristigen Mehrwert für die Region zu schaffen. Der Austausch mit Minister Barke bietet eine wichtige Gelegenheit, Erfahrungen aus der Praxis in die Diskussion über den weiteren Ausbau einzubringen“, betont Marc André.
Barke ist zugleich Mitglied des Aufsichtsrates der Encevo Deutschland GmbH, zu deren Unternehmensgruppe die Enovos-Gesellschaften in Deutschland gehören. Sein Besuch bot Gelegenheit, die Umsetzung des Projekts aus nächster Nähe kennenzulernen und sich über die Rahmenbedingungen für weitere Windenergievorhaben auszutauschen.